Dienstag, 16. September 2008
Umleitung
Neenee. Nicht liebhaben. Lieber nicht.

Zuerst genieße ich's, dann fang' ich an, dran rum zu schnitzen. Und schließlich verliert's die Form, wird immer hässlicher und geht kaputt. Wie so ein Kleinkind, das immer sehen will, was im Innern ist, baue ich alles fein auseinander. Und dann: "Hallo. Ich möcht' mich bitte beschweren: da ist schon wieder kein Gott in der Maschine, nur Fäden und so." Schon weiß ich auch nicht mehr, welches Ende wo dran gehört und ich kann nur noch die Einzelteile beerdigen.

Beim nächsten Mal sollte es mir aber nicht so gehen, das habe ich mir schon vor Jahren fest vorgenommen. Und gucke mir trotzdem dabei zu, wie ich nun schon wieder an den Nähten pule. Da guckt doch schon wieder was von Füllung...!

Sich selbst dabei zu beobachten, wie man's offensichtlich falsch macht, obwohl man sich sogar mit den Hacken dagegen stemmt, ist hart. Es dann noch mal von außen zu hören ist noch härter, denn man beginnt, ein Verhalten zu verteidigen, mit dem man sich eigentlich selbst ankotzt.

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